Sonntag, 24. April 2016

Der erste Tag bei Tellus

(Gleich vorneweg: Sorry wegen der Formatierung. Ich musste das Pfundzeichen kopieren, und ab da hat es mir alles verhagelt...)

Ein Thema, das einen vielleicht nicht ganz so reizen wird wie das Thema "Pubs", aber ich denke dennoch, dass es ganz interessant sein könnte.

Das Swarthmore Centre - dadrin befindet sich die Tellus-
Organisation
Am ersten Tag wurden wir von der Gastfamilie direkt zu Tellus gebracht, wo wir den ersten Tag damit verbrachten, mit allen anderen angekommenen Studenten (in Ermangelung eines besseren Wortes - mir fällt einfach keine gute Übersetzung für das Wort "Students" ein, so wie die Engländer es gebrauchen) einige Unterweisungen über uns ergehen zu lassen. Da wären zum einen die üblichen Regeln (nicht stehlen, nicht in der Öffentlichkeit trinken etc.), aber dann folgte ein Seminar zum Thema "Health & Safety". Eigentlich alles Dinge, die einem logisch erscheinen, aber wohl nicht für alle.

Zum Thema "Health & Safety": Das ganze dauert etwa 1,5 Stunden und man muss nebenbei Notizen machen. Das ganze wird später nämlich ausgewertet, weil es in das Endzertifikat mit einfließt. Ehrlich gesagt - man kann alles von der Präsentation, die gegeben wird, direkt in das Formular eintragen. Damit spart man sich Zeit und Mühe, alles zweimal abzuschreiben.

Danach: Mittagspause. Zum Essen kann man entweder in den "Hyde Park" gehen (ein Pub in der Nähe von Tellus) oder zum Tesco auf der anderen Straßenseite gehen - dort gibt es das sogenannte Lunch Meal Deal. Ein Wrap oder Sandwich oder Salat, zusammen mit einem Snack und etwas zu trinken für £3. Unter den Produkten steht immer, ob sie zu dem Lunch Deal dazu zählen oder nicht.

Nach der Mittagspause geht's dann direkt weiter mit der Einweisung: Man bekommt gesagt, wo man arbeiten muss, wann man dort zu erscheinen hat und wie man dorthin kommt. Also alles sehr ausführlich und nett - trotzdem würde ich am nächsten Tag etwas früher als sonst losfahren, damit seinen Arbeitsplatz wenigstens schnell finden kann.

Zum Abschluss wird man noch auf einen "Orientation Walk" mitgenommen. Zu Fuß erkundet man die Stadt, läuft zum Wasser und  zum Hoe (das ist der Leuchtturm von Plymouth), runter zum Hafen und zum Barbican (ein Stadtteil, in dem auch viele Pubs und Clubs liegen) und wieder zurück zum City Centre. Am Drake Circus, einer großen Shopping Mall, wird man dann entlassen.

Ich sag nur, viel Spaß beim Finden der richtigen Bushaltestelle... Am besten gleich einen Einheimischen fragen, dann erspart man sich viel Zeit (wie in meinem Fall: man erspart sich eine Stunde lang verzweifeltes Suchen mit einem leeren Handyakku).

Alles in allem war der erste Tag teilweise informativ, teilweise langweilig, und teilweise anstrengend. Aber es ist ganz gut, dass man zumindest nähere Informationen zu seinem Arbeitsplatz bekommt.

Unten mal ein paar Bilder, die ich während diesem Orientation Walk gemacht habe:






 

Donnerstag, 7. April 2016

Bus fahren

Dem Thema Bus fahren muss ich wirklich einen ganzen Post widmen.
Das liegt nicht daran, dass Busfahren in Plymouth so kompliziert ist, nein, das Wort "umfangreich" dürfte es eher beschreiben.

1. Royal Parade
Royal Parade ist die "zentrale Bushaltestelle", wenn man es so will. Hier halten so gut wie alle Busse, die innerhalb von Plymouth herumfahren. Direkt an der Royal Parade ist auch der Pub "The Brass Monkey", aber auch das Thema Pubs bekommt seinen eigenen Post. An der Royal Parade ist auch das Shoppingcenter drake circus, dort gibt es unter anderem Primark, H&M, Accessorize und und und.
Zur Royal Parade zu fahren ist immer ein guter Schritt, wenn man gerade nicht weiß, wo man ist und wie man nach Hause kommen soll. Auf fast allen Bussen steht immer City Centre als Ziel, wenn sie in die Richtung fahren, von daher kann man wirklich jeden Bus nehmen, um dorthin zu gelangen. Achtung vor dem Linksverkehr! Es kann sein, dass man dann auf der falschen Straßenseite steht und somit in die falsche Richtung fährt, wenn man nicht aufpasst.

2. Bushaltestellen
Ja, die Bushaltestellen. Außer an der Royal Parade halten die Busfahrer nicht von selber. Klar, wenn man im Bus ist, muss man den Stop-Knopf drücken, aber außerhalb vom Bus? Da an einer Haltestelle oft mehrere Buslinien fahren, wissen die Busfahrer nicht, ob die Leute an der Bushaltestelle diesen Bus brauchen oder einen anderen. Im Zweifelsfall fahren sie halt einfach weiter. Wenn man in den Bus einsteigen will, muss man die Hand heben bzw. den Arm ausstrecken, damit die Busfahrer wissen, dass man mit ihrem Bus fahren will. Und dann halten sie auch.

Will man wissen, ob sein Bus von dieser Haltestelle aus fährt, einfach nach oben gucken - über jeder Bushaltestellte stehen sämtliche Linien, die hier halten.
Das Monatsticket. Unter keinen
Umständen verlieren!

3. Das Bus-Monatsticket
Wenn man mit Tellus nach Plymouth reist, bekommt man automatisch eine rote Karte, die für den Bus gilt und einen Monat gültig ist. Diese Karte muss man auf ein Pad vorne beim Fahrer legen und kurz liegen lassen, bis ein grünes Licht aufleuchtet, erst dann hat man "bezahlt" und darf weiter in den Bus gehen.

4. Tellus
Manchmal gibt es einen Bus, der direkt von der Gastfamilie aus zu Tellus (also der Schule) am Mutley Plain fährt. Wenn nicht, muss man bei Royal Parade umsteigen. Soweit ich das beobachtet habe, fahren die Linien 42, 61, 62 und 20 von dort aus zu Tellus. Im Notfall kann man aber auch den Busfahrer fragen, die sind bei so etwas sehr hilfsbereit.

5. Bus fahren
Nur einige Gepflogenheiten: Die Briten warten, bis alle Personen aus dem Bus ausgestiegen sind, erst dann betreten sie den Bus, anders wie hier. Zur Abwechslung ist das mal ganz angenehm. Außerdem gehört grüßen und sich verabschieden ganz selbstverständlich dazu (auch wenn der Busfahrer jedes Mal "Thank you!" statt "Bye!" sagt). Die Sitze für die Älteren werden immer freigegeben, sobald eine etwas ältere Person den Bus betritt, was ich wirklich lobenswert finde.

6. Die App "Moovit"
Zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Man sollte sich wirklich die App "Moovit" runterladen - gibt es sowohl für iOS als auch für Android kostenlos im jeweiligen Store. Mit dieser App kann man nachsehen, welche Busse von welchen Stationen in Plymouth fahren sowie Stationsfahrpläne und wenn man sich die Linien in die Favoriten mit Station einspeichert, kann man auf einem Blick sehen, wann der nächste Bus von dort aus fährt. Richtig praktisch das Ding, und mir hat es schon ein paar Mal das Leben gerettet.

Source:
Picture from the bus: https://farm4.staticflickr.com/3686/12934182023_b9786c0a80_c.jpg

Mittwoch, 6. April 2016

Flug / Ankunft

Drei Tage später schaffe ich es dann mal, etwas zum eigentlichen Thema zu posten.

Also gut, das Wichtigste zuerst: die Reise.

Los ging's mit dem Abflug von Stuttgart nach Frankfurt (Ja, auf dem Weg nach London musste man einmal umsteigen). Treffpunkt: 9 Uhr am Morgen, Abflug war um 11:00 Uhr. Wenn der Vater allerdings mit 220 km/h über die Autobahn heizt und man um sein Leben fürchtet, ist man aber schon vor 9 Uhr da.

Der Check-In gestaltete sich höchst interessant. Kleiner Tipp am Rande: Die 23 kg beim Gepäck würde ich nicht überschreiten, das kann ganz schön teuer werden. Bei 26 kg muss man schon 50,00 € draufzahlen...

Nach dieser unfreiwilligen Spende für die Lufthansa ging es dann zum Sicherheitscheck weiter. Soweit eigentlich nichts Neues, Elektronikgeräte wie Handy, Laptop etc. muss aus der Tasche gelegt werden, Gürtel werden abgelegt, genau wie Schals und Jacken, und Kosmetikartikel gehören natürlich auch dazu. Wussten wir vorher nicht, Gott sei Dank waren wir aber früher da, sodass genug Zeitpuffer da war. Eine halbe Stunde später also waren alle fünfzehn tapferen Reisenden endlich am Gate angekommen.

Das Flugzeuge wenigstens pünktlich sind, wenn es schon die deutsche Bahn nicht ist, halte ich ja für ein Gerücht. Mit 20 Minuten Verspätung fing das Boarding an. Rein in das Flugzeug, Panik vor dem Start haben (ich habe nichts gegen das Fliegen, aber beim Start zieht sich mir alles zusammen), abheben, Panik vor der Landung haben, landen.
Von Stuttgart nach Frankfurt fliegt man gerade einmal 25 Minuten. Der beste Flug meines Lebens, ich schwöre es.

In Frankfurt hatten wir erst einmal 2 Stunden Umsteigezeit, von denen aber eine halbe Stunde schon dafür draufging, den verdammten Flughafen zu durchqueren (Sch****, ist der groß!). Zur Belohnung gab's erst mal MacDonalds, wie es jeder vernünftige Deutsche eben macht.

Das ist England von gaaaaanz weit oben!
Ein kleiner Hinweis für alle Raucher: Wenn ihr es vorher versäumt habt, Zigaretten zu kaufen, tut es jetzt. Ich mein's ernst, auch wenn es am Flughafen ist, sonderlich teurer als am Kiosk sind die Dinger hier nicht. In England zahlt man für eine Packung mit weniger Inhalt gerne mal 7 Pfund, was umgerechnet etwa 9 - 10 € sind. Und in die EU darf man bis zu 800 Zigaretten einführen, was in etwa einer Stange entspricht, also keine Angst!

Das Boarding in Frankfurt verzögerte sich auch um 20 Minuten, sodass der Flieger "planmäßig" abheben konnte. Vermutlich hat der Pilot die gleiche Philosophie wie mein Vater, trotz 40 Minuten Verspätung kamen wir pünktlich um 14:40 in London an. Zeitverschiebung, liebe Freunde! In England ist es eine Stunde früher als in Deutschland.

Gepäckausgabe und Zoll verliefen ganz angenehm, aber dann ging die Reise ja noch weiter: nach Plymouth. Dazu  mussten wir die Nummer des Busfahrers anrufen - blöd nur, das wir das mit deutscher Simkarte in England machen mussten. Böse Telefonrechnung...

Es hat etwas gedauert, aber die Kommunikationsschwierigkeiten waren schnell überwunden und frohen Mutes machten wir uns zur Busfahrt nach Plymouth auf.

Schöne Aussicht ausm Bus... So weit man halt
 aus dem Fenster gesehen hat...
Was soll ich sagen. Nehmt eine Powerbank mit, weil zu diesem Zeitpunkt ist der Akku des Handys schon am Röcheln und kurz vor dem Aufgeben, Musik im Bus hören ist also eine Herausforderung, wenn man nicht gerade zusätzlich einen MP3 Player dabei hat. Und nach 6 Stunden Reise ist man dementsprechend müde, zum Reden hat man dann keine wirklich große Lust mehr. Schlafen im Bus war zwar möglich, aber sehr unbequem (vor allem, wenn man 1,80 m groß wie ich ist. So Rückenschmerzen hatte ich selten) - dennoch, die Müdigkeit siegt irgendwann. Nach einer weiteren Pause erreichten wir schließlich 20 Minuten zu früh das Zentrum von Plymouth - ich schwöre, der Busfahrer hat genau wie mein Vater und der Pilot getickt. Der ist nämlich sicherlich nicht die vorgeschriebenen 70 m/h gefahren... (zum Verständnis: Miles per hour)

Dort wurden wir von einem Mitarbeiter von Tellus empfangen, zusammen mit einigen Gastfamilien, die schon früher als geplant angekommen waren. Jeder von ihnen hatte ein Willkommenspaket in der Hand, auf dem der Name der jeweiligen Person stand. Das erleichterte das Finden untereinander wirklich ungemein.

Da meine Gastfamilie im Stadtteil St Budeaux wohnt, der etwas außerhalb liegt, dauerte die Fahrt etwa 20 - 30 Minuten. Im Dunkeln und müde von der Reise hat man nicht viel von der Stadt gesehen, aber zumindest wurde mir von meiner Gastmutter erklärt, wo ich aussteigen muss wenn ich mit dem Bus fahre und so weiter. Mehr dazu in einem anderen Post...

Im Haus angekommen wurde mir erst einmal alles gezeigt, dann konnte ich endlich auf mein Zimmer und schlafen, wunderbar schlafen...

Freitag, 1. April 2016

Zum Verständnis dieses Blogs

Hallöchen zusammen!

In diesem Blog dreht es sich um - wer hätte es gedacht - mein Auslandspraktikum in Plymouth, England über die Organisation Tellus.

Dazu erst einmal folgende Hintergrundinfos:

  • Tellus ist eine Organisation, die in Rahmen des Projekts Go.for.Europe Auszubildende nach entweder England oder Spanien schickt, je nachdem, welche Sprache man verbessern will.
  • Ganz recht, Auszubildende. Das Projekt Go.for.Europe läuft über die IHK (Industrie- und Handelskammer), und ich kann nur für das Projekt in Baden-Württemberg sprechen. Es richtet sich wie gesagt speziell an Auszubildende in Berufen, die von der IHK betreut werden.
Das Thema wird zunächst behandelt. Da ich auch nach dem Auslandspraktikum gerne diesen Blog betreiben möchte, werden die Themen wechseln, die entweder etwas mit dem Auslandspraktikum oder irgendwelchen Reisen (oder sonstiges) zu tun haben. Deswegen war es auch schwer, einen Namen für diesen Blog zu finden - er wird also definitiv wechseln und ich passe ihn dem Thema an, um das es gerade geht.

Nun, zunächst steht mein Auslandspraktikum in Plymouth an. Mehr dazu wird in den folgenden Wochen noch kommen, keine Sorge. Das ist aber nicht Thema dieses Posts.

Nun noch einige kleine Hintergrundinfos zu mir:


Ich bin derzeit 19 Jahre alt, wohne in Süddeutschland (am Bodensee) und mache gerade eine Ausbildung zur Industriekauffrau.

Ich zeige eine seltsame Obsession für alles, das aus Großbritannien kommt. Schottland, die schottisch-gälische Sprache, England, Wales (vor allem für die ersten zwei genannten Dinge). Soweit zum Reisen.

Hobbys? Schreiben, Videospiele spielen, zeichnen, allem nachgehen, das mich derzeit begeistert. Das trifft es eigentlich ganz gut, um mal ein grobes Bild von mir zu geben. 



... Ja, ich habe das aus dem "Über mich" Reiter kopiert. Zu meiner Verteidigung, es ist halb eins am Morgen...

Ich hoffe, ich kann jemandem mit diesem Blog eine Hilfe sein, der noch zögert, das Auslandspraktikum zu machen oder einfach mal wissen will, wie genau es abgelaufen ist. Bitte nicht vergessen, das ist alles natürlich vollkommen subjektiv geschrieben!

Liebe Grüße,

Eure Ify Chan!